Blutgruppe Rhesus
Der Rhesusfaktor wird als Protein definiert, welches in der Zellmembran der roten Blutkörperchen vorkommt.
Er wurde erstmals bei Versuchen mit Rhesusaffen entdeckt.
Die Antikörper die gefunden wurden versah Karl Landsteiner mit den Buchstaben A-E. Die größte medizinische Bedeutung hat dabei der Faktor D.
Grundlegend unterscheidet man zwischen dem Faktor Rhesus positiv und Rhesus negativ. Da der Rhesusfaktor dominant weitervererbt wird, ist die Zahl der Menschen mit Rhesus negativem Blut vergleichsweise gering.
Problematisch kann das Ganze während einer Schwangerschaft werden.
Wenn eine Rhesus-negative Mutter ein Rhesus-positives Kind erwartet, kann es passieren, dass sie Antikörper bildet, die im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes führen können.
Dank moderner Technik, kann man bei solchen Schwangerschaften durch Anti-D-Prophylaxen das Risiko minimieren.
Auch bei Blutspenden wird, soweit möglich nur innerhalb eines Rhesusfaktors transfundiert.
Auf Grund der geringen Menge an Rhesus-negativen Blutspenden ist eine Vermischung in manchen Fällen unausweichlich, wenn der Patient vorher über Risiken aufgeklärt wurde und diese auch nahe zu 100% ausgeschlossen werden können.
Tags: Rhesus; Blutgruppe
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